Die Canon 5DS und der vergessene Pfandbon

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Die Canon 5DS und der vergessene Pfandbon

Heute mal keine Promis, weder A, noch B, noch C.

Nein, heute mal was technisches.

Sorry, Arndt hat darum gebeten.

Anfang des Jahres kam die Info von Canon heraus, dass es diesen Sommer eine 50,3 mio Pixel Kamera von Canon geben wird.

Ich muss zugeben, ich benutze diese Pixelmonster von z.b Phase one  im Prinzip nur 1 mal im Jahr, wenn es ein Werbekunde wünscht und dann im Prinzip nur unter Protest. Langsam, schwerfällig, zäh im Workflow so meine Erfahrung damit.

Immer wenn ich mit den Spezies von den Postproduktionsagenturen gesprochen habe, kamen alle zu dem Schluss: in den allermeisten Fällen auch unnötig.

Vor allen Dingen sind alle mit der zu verarbeitenden Datenmenge bei solchen Dateien mega unglücklich, in der Retusche, wie beim Fotografieren zäh und langsam. Da kommt dann schnell mal eine 7 GB Datei zustande und man kann, wie in alten Zeiten beim Abspeichern, entspannt einen Kaffee trinken, auch wenn man einen schnellen Rechner hat.

Zudem sind die Dinger auch noch sch..ss teuer.

Anders nun die neue Canon 5Ds. Ja, die ist sehr bezahlbar, ein Schnäppchen sozusagen, wenn sie was kann!

Als ich die Kamera, ohne sie gesehen zu haben, bei Probis  am 06.02.2015 vorbestellt habe, (man musste sie tatsächlich vorbestellen, Zuteilung nach Datum des Bestelleingangs. Das das kommt nicht häufig vor in diesem Geschäft) sagte ich zu Michael Reimers: „Wenn die nix kann, kriegst Du die sofort zurück.“

Schließlich musste ich ja die Katze im Sack kaufen und alle Kommentatoren in den einschlägigen Fotozeitschriften meinten, das kann nix gutes sein. 50,3 mio Pixel auf einem Kleinbildchip, da werden die Pixel so klein, dass es die aktuellen Objektive von Canon nicht abbilden können und es zu einem heftigen Pixelrauschen kommen muss, wird es doch ziemlich eng auf dem Chip.

Hier mal ein Beispiel Kommentar

Bei meinem Shooting für Küstercom  mit  Alexander Klaws (ein ganz, ganz toller Typ, by the way!) in den letzten Tagen in den Highnoon Studios , gab mir mein Kumpel Joscha Kinstner mal eine gerade bei Knackscharf  im Rent angekommene 5Ds in die Hand und wir machten ein paar quick and dirty Tests.

Das war dann wohl ein wenig zu quick and dirty.  Zu einer ersten Meinung taugte es jedenfalls  nicht.

Da meine vorbestellte Kamera immer noch nicht angekommen war, ich aber Morgen einen Job für eine Kaffekampagne habe, (nächster Blog, kommt noch – „erst die Arbeit, dann das….“) waren die Jungs von Probis so nett und gaben mir gestern eine 5Ds zum ausprobieren.

Das habe ich nun reichlich getan.

Ich liebe meine beiden 5D MarkIII , da muss die Neue erst mal richtig was können, um dieses Beziehung zu trüben.

Also ran ans Werk.

Ich habe im Netz nix Anständiges an Musterbildern zu der 5Ds gesehen. Nebenbei, selber testen ist immer der sinnvollere Weg.

Canon hat ein Seite von kompatiblen Objektiven für die 5Ds  rausgegeben, alle Objektive, die ich im Koffer habe, gehören dazu.

Gute Voraussetzungen.

Ich habe immer parallel beide Kameras mit demselben Objektiv, derselben Zeit/Blendenkombination und dem exakt gleichen Focussensor (Kreuzsensor in der Mitte des Suchers, der exakteste Sensor der Kamera) getestet.

Dann habe ich die Daten der 5D MarkIII auf die Grösse der 5Ds gebracht.

Statt lange rumzureden, hier ein Artikel , der sich nur mit der sehr technischen Seite der Kameras beschäftigt und ein Review von den Jungs von Traumflieger.

Ich hab ein paar Parallelbilder hier eingepflegt.

Was soll ich sagen?

Im Nahbereich tut sich nicht viel, da kann man die Daten schön hochrechnen, aber wenn es dann in den Bereich mittlere, bis weite Entfernung geht….

Mein lieber Scholli, da hatte ich dann aber das Gefühl, mein Objektiv (Achtung, es war dasselbe Objektiv auf beiden Gehäusen und das Objektiv  ist von Spezialisten  der Rüdiger März GmbH an das Gehäuse der 5D MarkIII angepasst worden, damit es  wirklich all seine Leistung zeigen kann, Heimvorteil sozusagen) wäre komplett unscharf.

Ich war echt baff.

Da bekomme ich ja in Zukunft ein schlechtes Gewissen, wenn ich weiter auf Jobs die Mark III raushole.

Ganz ehrlich, 50,3 mio Pixel sind ganz oft einfach zu viel und bis jetzt waren meine Fotos auch scharf genug.

Aber manchmal darf es nun eben ein bißchen mehr sein.

So und nun hier 2 Parallelbilder.

Canon Test 5Ds_vs_5D MarkII_2 Canon Test 5Ds_vs_5D MarkII

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier  kommt dann auch der Pfandbon zu seinem Recht.

Entscheidet selbst.

Ich sag jetzt nicht, welches Bild mit der 5Ds gemacht wurde.

Kann doch jeder sehen oder?

Morgen gibts Kaffee ich freu mich!