Ich hab die Haare schön! Der neue Briese Focus.2 130er hart und soft

Ich hab die Haare schön! Der neue Briese Focus.2 130er hart und soft

Ich mag es eigentlich gar nicht, vollkommen unbearbeitete Bilder zu zeigen.

Leben wir doch gerade im Bereich der Beauty Fotografie in einer perfekten Welt und ein unbearbeitetes Bild ist nach heutigen Maßstäben nicht perfekt.

Aber als ich in den letzten Tagen die Beispiele meiner letzten 3 Briese Testshootings auf Facebook gezeigt habe, da schickte mir eine Bekannte aus New York eine bitterböse E-Mail.

Es wäre ja wohl komplett peinlich für die Firma Briese mit meinem Namen Werbung zu machen.

Es wäre ausserdem ja wohl  ganz klar, dass meine Bilder zumindestens 60% ge-photoshopped sind (die liebe Bekannte hat wohl parapsychologische Fähigkeiten, konnte sie doch von New York aus die RAW Files auf meinem Computer  sehen. SPOOKY! ) und daher wäre es vollkommen egal, was für eine Lampe ich  zum beleuchten der auf Facebook dargestellten Bilder nutzen würde.

Es gäbe eh keine Fotografie mehr, sonder nun noch Photoshop.

Ich wusste schlicht und einfach nicht, was ich dazu sagen sollte, daher sagte ich einfach nichts und zeige als Auftaktbild des aktuellen Testshootings einfach mal ein vollkommen unbearbeitetes Bild mit einem ersten sogenannten Igel, also einer Retuscheanweisung für die Postproduktion.

Die wird auch diesmal wieder über Glamtouch gemacht.

Danke Patric.

Wie man schön sehen kann, sind die Anweisungen alle „sachlicher“ Natur, hier ein falsches Haar, dort ein Falte, ein zu dicker Arm……

Dieses Licht ist auch ohne Manipulation schon ziemlich  schön.

60% Retusche ist in meinen Augen das Waterloo eines Fotografen. Denn Fotografie kommt ja von „mit Licht malen“   und nicht von mit Photshop manipulieren.

Auch wenn einige Kollegen das zunehmend zu vergessen scheinen.

Wieso eigentlich schon wieder ein Briesetest,wo ich, auch das muss ich mal wieder klarstellen, keine Werbung für Briese mache und für meinen Blog nicht von Briese bezahlt werde.

Eigentlich schreibe ich immer nur für meinen Bruder, hab ich ihm versprochen.

Neben ihm scheint es zunehmend ein paar Menschen zu interessieren, was ich zu dem Thema zu sagen habe.

Ja, das freut mich!

Zu diesem Test kam es auch nur weil meine liebe, überfleissige Karina mir seit Wochen in den Ohren lag, sie wolle mal einen Haaretest machen mit Mädchen mit ganz viel Haar, so richtig schön wild.

(Das Haar versteht sich)

Mädchen mit viel Haaren hat sie auch schon und Styling auch.

Styling machte meine Entdeckung Dijana.

Ausserdem hatte ich ja bei Hawe Briese um einen weichen 125 Focus.2 Schirm zum ausprobieren gebeten, der harte war mir wie schon berichtet auf schwarz zu kontrastreich, mit zu wenig Füllung.

Nun dieser weichere Schirm war seit Wochen fertig und wollte bespielt werden.

OK, nicht ganz „dieser“ Schirm.

Hawe hat sich entschieden die Schirme von 125 auf 130 cm zu vergrössern.

Warum nur? Hab ich glatt vergessen zu fragen.

Egal wieso, wir hatten nun die Chance, einen  Focus.2 130er mit harter Oberfläche im Schirm und einen mit weicher Oberfläche im Schirm zu nutzen.

Unser „Versuchsaufbau“ war wie immer ungnädig.

Weiss vor weiss, rot vor rot, schwarz vor schwarz.

Dazu 2 Modelle, eine mit schönen roten Haaren und eine mit fast schwarzen Haaren und sehr heller Haut.

Helen und Coletta.

Das würde kein Herbstspaziergang werden. Aber das sollte es ja auch nicht.

Wir fingen mit dem weichen Schirm vor weissem Hintergrund an.

Was soll ich sagen?

Hawe war unser erstes Lichtdouble.

Erste Belichtung

und ….

SCHÖÖÖÖN!

Kann man machen, wäre ganz einfach, sieht ja auch gut aus, aber das würde den Reflektoren und ihren Möglichkeiten nicht gerecht.

Vor weiss, wo der harte 130er so schön weich und brilliant zugleich ist, war mir der weiche 130er am Ende zu porträig (würde dieses Wort bei Scrabble zugelassen?).

Selbst das Abnehmen der kleinenm, metallenen Kappe vor der Blitzröhre brachte nicht den winzigen Kick Brillianz, die ich von dem harten 130er (ja , ja ich weiss, es war der 125er, aber nun wollen wir mal nicht wegen 5 cm kleinlich werden) kannte und liebte.

Also her mit dem Focus.2 130 hart.

Und ja, Helen (das rothaarige Modell) hatte sofort nicht nur die Haare, sondern auch die Haut schön. Sogar die hartweisse Jacke stand im Kontrast wie eine 1. 

Später bei Coletta war es genauso.

Weiss will hart, egal ob die Haare blond, rot oder schwarz sind.

Wie aber würde es auf rot vor rotem Hintergrund sein?

Rot entspricht einem mittleren Kontrast.

Fände wir hier bei beiden Mädchen immer noch den harten 130er passender  für das, was wir an diesem Tag sehen wollten?

Ja!

Ich fing schon heimlich an mich bei Hawe für mein Gemosere bei meinem letzen Test mit den Jungs (wild bunch) zu entschuldigen, als wir endlich schwarz als Hintergrund hatten.

YESSS!

Genau jetzt ging der der harte Focus.2 130er über sein Limit  und der weiche Focus.2 130er löste die Aufgabenstellung mit Bravour.

Wir haben an diesem Tag fast 12 Stunden probiert und mit der Fernbedienung der Schirme gekämpft, als suchten wir den heiligen Gral des Lichts.

Ich ging manchmal soweit mit meinen Versuchen, dem Reflektor auch noch das letzte Quäntchen Modulation in unseren Motiven zu entlocken, dass mich meine Assistentin Ruth immer wieder mal zur Räson rief,  in dem sie sagte: „Ey Kempke, was willst Du, das sieht doch super aus, hör auf an dem Schirm rumzufummeln und schiess das jetzt.“ 

Hawe kam auch zwischendurch  mal rein, hörte mein Genöle, sah auf den Computer und blies in Ruths Horn.

So nach dem Motto, Det was willst du denn noch, mach dein Foto und sei glücklich.

War ich ja auch, aber wie sagt ein grosses, schwedisches Möbelhaus so schön: „Entdecke die Möglichkeiten!“

In diesen Sinne.